Der IFAW und die Robbenjagd - ein Überblick
Der Internationale Tierschutz-Fonds (IFAW) wurde in den 1970ern und 1980ern durch seine Aktionen gegen das grausame Abschlachten von jungen Robben in Kanada weltbekannt. In den 80er Jahren dann, als in Europa ein Importverbot für weiße Babyrobbenfelle eingeführt wurde, kam die kommerzielle Robbenjagd fast zum Erliegen. Dies ist einer der größten und wichtigsten Siege im Tierschutz.
Im Jahr 1996 begann die kanadische Regierung, hohe Subventionen zur Verfügung zu stellen, um die Industrie wiederaufzubauen, die von den Fellen halbwüchsiger Robbenjungen profitiert. 98% der Robben, die in den letzten Jahren getötet wurden, waren zwischen zwei Wochen und drei Monaten alt.
In den letzten Jahren hat die kanadische Regierung die jährliche Robbenfangquote so hoch wie noch nie festgesetzt. Dies hat in den letzten drei Jahren fast einer Million Robben das Leben gekostet.
Der IFAW
- investiert jedes Jahr in die gefährliche und kostenintensive Dokumentation der Robbenjagd vor Ort
- kämpft für Einfuhr- und Handelsverbote für alle Robbenprodukte in ganz Europa
- untersucht die wirtschaftlichen Kosten/Vorteile der Robbenjagd, der Nebenprodukte sowie der Sachverhalte im Bereich Population und Artenschutz
- bringt Journalisten und Politiker nach Kanada aufs Eis
- sorgt durch Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für eine globale Medienpräsenz und öffentliche Auseinandersetzung mit der Robbenjagd
- nimmt an wichtigen Konferenzen teil, um internationale Richtlinien zum Schutz der Robben zu bestärken bzw. neu zu etablieren
- erforscht die Auswirkungen der Klimaerwärmung auf die Robben und veröffentlicht wissenschaftliche Studien
Heute ist der IFAW mit Niederlassungen in 15 Ländern eine der größten Tierschutzorganisation der Welt, die sich dem Artenschutz, dem Schutz von Lebensräumen und der Rettung von Tieren in Not verschrieben hat.
|