Warum die Robbenjagd nicht nachhaltig ist
Die wissenschaftliche Studie (Leaper und Matthews 2006) zur „Vorgehensweise der kanadischen Regierung bei der Populationsbestimmung der nordwestatlantischen Sattelrobbe“ hat Folgendes aufgedeckt: Das derzeitige Vorgehen bei der Robbenjagd wird die Sattelrobbenpopulation ernsthaft gefährden und diese in den nächsten 15 Jahren um etwa 50 bis 70% dezimieren.
Wenn zu viele Tiere einer einzigen Population beseitigt werden, wird die Art ernsthaft gefährdet. In den letzten Jahren hat die kanadische Regierung die jährlichen Fangquoten höher als jemals zuvor festgesetzt. Damit wurde innerhalb von nur drei Jahren fast eine Million Robben getötet. Die Gesamtfangquote für Robben reduzierte nach Schätzungen kanadischer Regierungswissenschaftler im Jahr 2006 die Robbenanzahl um 85.000 Tiere.
Die Geschichte des Artenschutzes beweist, sobald mit dem Handel von Tieren Geld erzielt werden kann - in diesem Beispiel für Felle - werden Tierarten fast immer bis an der Rand des Aussterbens ausgebeutet. Damit Wildtierpopulationen nicht durch den Menschen gefährdet werden, müssen Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden. Doch gerade das kanadische Fischereiministerium berücksichtigt nur unzureichend wissenschaftliche Studien oder die Folgen verschiedener Umwelteinflüsse bei seinen Plänen.
Die aktuelle IFAW-Studie liefert wissenschaftliche Beweise, dass für die letzten elf Jahre neunmal unterdurchschnittlich schlechte Eisbedingungen vor der Ostküste Kanadas verzeichnet wurden. Das Fehlen von festem Eis hat negative Auswirkungen auf die Population der Sattelrobben. Denn diese Robben benötigen für die Aufzucht der Jungtiere Packeis.
Die kanadische Regierung hat angedeutet, dass sie in punkto Klimaerwärmung aktiv werden will. Warum beginnt sie nicht damit, die sinnlose Robbenjagd zu stoppen?
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